Prominente

Harry Potter hat ein Alkoholproblem

Nein, im Leben von Harry Potter spielt Alkohol wirklich keine große Rolle. Wer alle Bücher gelesen hat, stellt fest, dass der Zauberschüler selbst tief in der Pubertät höchstens mal ein Glas Feuerwhisky anrührt.

Das heiß getrunkene Butterbier, das ab dem dritten Band deutlich häufiger konsumiert wird, enthält kaum Alkohol und ist höchstens für Hauselfen gefährlich.

Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe wird sich wahrscheinlich wünschen, dass es im wirklichen Leben genauso wäre. Dem britischen Männermagazin "GQ" gestand der 21-Jährige jetzt, dass er jahrelang ein ernstes Alkoholproblem hatte. Während der Dreharbeiten zu "Harry Potter und der Halbblutprinz" habe es angefangen, er habe zu viel getrunken und gefeiert. Ihn habe damals fasziniert, das Leben eines Prominenten zu führen, obwohl dieser Lebensstil eigentlich nicht zu ihm passe. Seit knapp einem Jahr habe er jedoch keinen Tropfen mehr angerührt.

Radcliffe ist nicht der erste Kinderstar mit Alkoholproblem. Auch Drew Barrymore, Lindsey Lohan und Britney Spears hatten oder haben ähnliche Sorgen. Und es braucht eigentlich auch gar keinen Starruhm dafür: In Deutschland haben sich laut dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 16,7 Prozent aller Zwölf- bis 17-Jährigen schon mal einen Rausch angetrunken. 13 Prozent trinken reglemäßig mindestens einmal pro Woche, und insgesamt 26 400 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zehn und 20 Jahren wurden wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelt.

Die Zahlen gehen aber zurück, vielleicht setzt bei Jugendlichen ein Umdenken ein. Und vielleicht tragen Alkoholbeichten wie die von Daniel Radcliffe dazu bei. Der resümiert schließlich: "Ich genieße die Tatsache, dass ich eine Beziehung führen kann, in der ich mich wohlfühle, ohne dass ich die ganze Zeit betrunken bin." So lässt es sich ja auch viel einfacher zaubern.