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Organspende: Gesundheitsminister einigen sich auf "Befragungslösung"

Organspende

Gesundheitsminister einigen sich auf "Befragungslösung"

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich bei der Organspende für die sogenannte Befragungslösung ausgesprochen. Das bedeutet, dass in Zukunft jeder Bürger über Organspenden informiert und zu einer persönlichen Erklärung aufgefordert werden soll, ob er bereit ist, im Todesfall seine Organe zu spenden, ob er dies ablehnt oder ob er sich nicht festlegen will. "Damit setzen die Länder ein Zeichen, dass sich bei der Organspende nun rasch etwas tun muss", sagte Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU). In Deutschland gebe es jährlich etwa 12 000 Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. Ein Drittel der Patienten sterbe vor der lebensrettenden Transplantation.

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EU will härter gegen Kindesmissbrauch vorgehen

Die Europäische Union will den Kindesmissbrauch schärfer bekämpfen. Unter anderem sind alle EU-Länder künftig verpflichtet, für die Löschung pornografischer Seiten im Internet zu sorgen, wenn der Server sich auf ihrem Staatsgebiet befindet. Den Ländern steht es außerdem frei, Internetsperren einzurichten - allerdings müssen sie dabei transparente Verfahren und Schutzklauseln anwenden. Wer ein Kind zu sexuellen Handlungen zwingt, wird künftig mit mindestens zehn Jahren Haft bestraft, auf die Herstellung kinderpornografischen Materials stehen mindestens drei Jahre Gefängnis. Auf den Besitz steht mindestens ein Jahr Haft.