EU

Generalstreik und Krawalle lähmen Griechenland

Mit Tränengas und Blendgranaten ist die griechische Polizei am Dienstag stundenlang gegen randalierende Demonstranten in Athen vorgegangen, während ein Generalstreik wegen einer geplanten weiteren Sparrunde weite Teile des Landes lahmlegte.

EU-Währungskommissar Olli Rehn warnte in Brüssel vor einer "unmittelbaren Pleite" Griechenlands, sollte das Parlament den neuen Spar- und Privatisierungsmaßnahmen am Mittwoch und Donnerstag nicht zustimmen.

Bei den gewaltsamen Ausschreitungen in Athen wurden nach Polizeiangaben 18 Personen festgenommen, fünf von ihnen wurden später verhaftet. Vier Bereitschaftspolizisten mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Vermummte Jugendliche schleuderten Steine und Brandsätze, die Polizei reagierte mit Tränengas und Blendgranaten. Zuvor waren etwa 20 000 Menschen friedlich durch die Straßen von Athen zum Parlament marschiert, um ihrem Unmut gegen das geplante neue Sparpaket der Regierung im Umfang von 28 Milliarden Euro Luft zu machen. Gewerkschaften hatten zu einem 48-stündigen Generalstreik aufgerufen, an dem sich so gut wie alle, von Ärzten über Bus- und U-Bahn-Fahrer bis zu Journalisten, Schauspielern und Beschäftigten von Energieversorgungsunternehmen beteiligten.