Justiz

Buschkowsky fordert ein Denkmal für Jugendrichterin Heisig

Ein Jahr nach dem Selbstmord von Kirsten Heisig ("Das Ende der Geduld") hat Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) ein "kleines Denkmal" für die Jugendrichterin gefordert.

In einem Gastbeitrag für die Berliner Morgenpost schreibt Buschkowsky: "Irgendwann, wenn auch die Vorschriften nichts dagegen haben, sollte man dieser außergewöhnlichen Person ein kleines Denkmal setzen. Und sei es nur das Namensschild für einen Platz oder eine Straße." Der SPD-Politiker lobt die Richterin dafür, "Dinge getan und uns Einsichten vermittelt zu haben, die vielleicht nicht neu waren, aber einer Persönlichkeit bedurften, die uns wachrüttelt". Kirsten Heisig war durch ihr konsequentes Eintreten gegen Jugendgewalt bundesweit bekannt geworden. Ihr Buch, in dem sie für eine härtere Strafverfolgung eintrat, wurde posthum veröffentlicht und schnell zum Bestseller. Ein Jahr nach ihrem Tod trete zwar eine gewisse Verklärung ein, glaubt Buschkowsky, aber das schade nichts: "Kirsten Heisig hat es verdient."