Versammlung

Unmut unter den Gesellschaftern des Hotel "Adlon"

Eine Gruppe von unzufriedenen Anlegern will den Unternehmer Anno August Jagdfeld aus der Führung der Fondsgesellschaft des Berliner Nobel-Hotels "Adlon" drängen.

Etwa 200 der insgesamt 4400 vermögenden Privatinvestoren, die hohe Beträge in den Wiederaufbau des Luxushotels am Pariser Platz gesteckt haben, planen, Jagdfeld als persönlichen haftenden Gesellschafter am 26. August abzuwählen. Das geht aus der Einladung zu der Gesellschafterversammlung hervor, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Anleger hatten immer wieder den Pachtverzicht für die Adlon-Holding kritisiert, die im "Adlon" Gastronomie-Betriebe betreibt. Teure Umbauten und die Wirtschaftskrise hatten zu Umsatzausfällen geführt. Der zweite Hauptkritikpunkt ist der Ausfall von Ausschüttungen an die Anleger. "Ich kann die Kritik verstehen, wenn die Anleger auf ihre erwarteten Renditen pochen", sagte Jagdfeld der Morgenpost. Es sei jedoch sinnvoller, die erwirtschafteten Gewinne bis 2016 anzusparen. Dann stehe ein Kredit zur Umschuldung an.