Facebook

Viel Geld? Gefällt mir!

Viele Philosophen haben sich bereits mit der Aufgabe herumgeschlagen zu definieren, was eine Idee sein soll.

Wirklich weiter sind sie nicht gekommen. Fest steht, dass Ideen etwas sehr Kostbares sein können, wenn man beispielsweise eine Website entwickelt, auf der Menschen sich vernetzen können. Darum drehte sich der Rechtsstreit um die Erfindung von Facebook. Zwei ehemalige Studienkollegen des Firmengründers Mark Zuckerberg, die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss, warfen Zuckerberg vor, 2003 während der Studienzeit in Harvard ihre Idee zum sozialen Online-Netzwerk ConnectU ("Vernetze dich") gestohlen zu haben. Die Brüder und ihr Freund Divy Narendra hatten Zuckerberg mit der Weiterentwicklung ihres Programms beauftragt. Zuckerberg habe sich aber nicht an den Vertrag gehalten, sondern 2004 mit Facebook sein eigenes Netzwerk gestartet. Facebook weist das zurück. Nun verzichten die Zwillinge auf den Gang vor das Oberste Gericht der USA. Eine Einigung, nach der sie 65 Millionen Dollar in bar und Aktien bekommen würden, dürfte damit rechtsgültig sein.

Eigentlich hatte man sich bereits 2009 geeinigt. Die Zwillinge sollten 20 Millionen Dollar (14 Millionen Euro) in bar und Facebook-Anteile im Wert von 45 Millionen Dollar bekommen. Später brach ein Streit über den Wert der Anteile aus, die Zwillinge wollten die Einigung annullieren lassen. Woher nun der Sinneswandel? Das wollten die beiden nicht sagen. Aber 65 Millionen reale Dollar für eine Idee für die virtuelle Welt sind nicht ganz schlecht.