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Stuttgart 21: Hunderte Demonstranten verwüsten Bahnhofsbaustelle

Stuttgart 21

Hunderte Demonstranten verwüsten Bahnhofsbaustelle

Mehrere hundert Gegner des Bahnhofsprojektes haben am Montagabend eine Baustelle gestürmt und dabei neun Polizisten leicht verletzt. Nach der traditionellen "Montagsdemonstration" rissen sie die Zäune zum geplanten Grundwassermanagement für den Bau des Tiefbahnhofs nieder. Einige Aktivisten besetzten die Wassertanks, andere zündeten Knallbomben in der Nähe der Polizeikette. Nach Angaben der Polizei erlitt ein Beamter vermutlich einen Hörsturz. Ein weiterer Zivilbeamter sei in der Menge der Protestierenden enttarnt worden und mit Schlägen auf den Kopf traktiert worden. Zuvor hatten laut Polizei 3000 Menschen friedlich gegen das 4,1 Milliarden Euro teure Bahnvorhaben demonstriert.

Internet

Facebook-Partys eskalieren - Polizei ist besorgt

Trotz der jüngsten Ausschreitungen bei sogenannten Facebook-Partys sieht das Online-Netzwerk keine Notwendigkeit zur Überarbeitung seines Angebots. Facebook-Partys machten auch am letzten Wochenende wieder mit Schlägereien und Randalierern Schlagzeilen. Trotzdem laden Nutzer über die Plattform weiter zu ihren Festen ein. In Nordrhein-Westfalen äußerte sich die Polizei besorgt und sieht die Kommunen in der Pflicht: "Die müssen prüfen, ob von einer Veranstaltung eine Gefahr ausgeht und sie verboten werden muss", hieß es im Düsseldorfer Innenministerium.

Naturschutz

Lausitzer Wolf starb natürlichen Todes in Hessen

Ein 2006 aus der Lausitz eingewanderter Wolfsrüde ist in Hessen eines natürlichen Todes gestorben. Es war der erste Wolf, der seit rund 150 Jahren in Hessen gesehen wurde. Bei der Obduktion des Tieres fanden die Veterinär-Pathologen der Universität Gießen keine Fremdeinwirkung, wie das hessische Umweltministerium am Montag mitteilte. Mitte April hatten Waldarbeiter des Forstamtes Reinhardshagen den toten Wolf gefunden und seine Überreste zur Untersuchung nach Gießen geschickt.