Baugenehmigung

Regierungsflughafen erneut unter Zeitdruck

Der Bau des neuen Regierungsflughafens in Schönefeld gerät erneut in Verzug. Die vom Bund eigentlich im Frühjahr erwartete Baugenehmigung liegt noch nicht vor. Auch ist der Erbbauvertrag über das gut 27 Hektar große Gelände im Nordwesten des derzeitigen Flughafens Schönefeld noch nicht unterzeichnet.

Die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) geht davon aus, dass die Verzögerung auf den Bau des Regierungsterminals keine Auswirkungen hat. Sie rechnet damit, dass der 20-Millionen-Euro-Bau nach Plänen des Berliner Architektenbüros Busmann und Haberer bis Ende 2014 fertiggestellt werden kann. Hangars und andere Hochbauten des insgesamt 310 Millionen Euro teuren Regierungsflughafens sollen aber erst nach 2014 fertig werden. Damit kann die Regierungsflotte erst später als geplant von Köln-Wahn nach Berlin umziehen. Leerflüge von Köln nach Berlin werden daher weiterhin auf der Tagesordnung stehen, um die Kanzlerin oder andere Regierungsmitglieder abzuholen. Bereits 2009 war bekannt geworden, dass der Regierungsflughafen nicht wie ursprünglich geplant zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER fertig werden würde. 2010 explodierten dann die Kosten um fast das Doppelte - von 125 auf 310 Millionen Euro. Mit dem Bau des Regierungsterminals kann nach Angaben der BIMA erst nach Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens begonnen werden.