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General Motors schweigt zu Berichten um Verkauf von Opel

Zwei Jahre nach dem in letzter Minute abgesagten Opel-Verkauf hat die Konzernmutter General Motors (GM) angeblich erneut ihre Meinung geändert. Medienberichten zufolge sucht GM einen Käufer für den defizitären Autobauer aus Rüsselsheim

. Als Kaufinteressenten gelten demnach chinesische Autohersteller und Volkswagen. Die Bundesregierung suche bereits nach Wegen für eine deutsche Lösung, berichtete "Auto Bild". In der Detroiter GM-Zentrale gebe es massive Zweifel an der Überlebensfähigkeit von Opel. "Spiegel online" berichtete, Manager der US-Mutter seien zunehmend verärgert, dass das Europa-Geschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall weiter Verluste einfahre, während alle anderen Regionen des nach der Blitzinsolvenz vor zwei Jahren wieder erstarkten US-Konzerns Gewinne machten.

Der neue Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sah sich veranlasst, die Mitarbeiter zu beruhigen: In einem internen Schreiben wies er die Medienberichte als reine Spekulation zurück. Diese Stellungnahme sei mit Detroit auch so abgestimmt. Ein klares Dementi gab es aber ebenso wenig wie eine Bestätigung. Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel bezeichnete die Verkaufsgerüchte als "dummes Zeug". 2009 hatte es ein monatelanges Ringen um einen möglichen Opel-Verkauf sowie um Milliarden-Staatshilfen gegeben.