BVG

Heute Warnstreik bei Bussen und U-Bahnen

Im Tarifstreit mit der BVG hat die DBB Tarifunion am Mittwochabend einen Warnstreik ausgerufen.

Vom Betriebsbeginn um drei Uhr bis zehn Uhr funktionieren weite Teile des U-Bahn-Netzes und des Busverkehrs nur eingeschränkt. Auf den Linien U6 und U9 will die BVG zumindest einen Zehn-Minuten-Takt aufrechterhalten. Die Linien U3, U5, U7 und U8 fahren voraussichtlich nur in einem 20- bis 30-Minuten-Takt, teilte die BVG mit. "Um Fahrerinnen und Fahrer auf anderen hoch belasteten Linien einsetzen zu können, wird der Verkehr auf der U4 bis zum Ende des Streiks eingestellt", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Auch der Busverkehr ist voraussichtlich vom Streik betroffen. Die BVG rät den Busnutzern, mehr Fahrzeit einzuplanen, bis der Verkehr wieder reibungslos funktioniert. Der Straßenbahnverkehr soll nicht betroffen sein und nach Fahrplan angeboten werden.

BVG-Chefin Evelyn Nikutta kritisierte den kurzfristig angekündigten Ausstand. "Ich habe kein Verständnis für diesen Warnstreik, der auf dem Rücken unserer Fahrgäste ausgetragen wird", sagte Nikutta. "Den vielen Berlinern, die ihre Ziele nicht zuverlässig und pünktlich erreichen werden, versichere ich, dass wir unser Möglichstes tun werden, um diese Belastung so erträglich wie möglich zu gestalten", so die BVG-Sprecherin.

BVG und Gewerkschaften verhandeln derzeit über einen neuen Rahmentarifvertrag. Nach Angaben des BVG-Vorstandes sei der Warnstreik umso unverständlicher, da die Verhandlungen planmäßig verlaufen und es nicht um konkrete Gehaltsforderungen geht. "Es gibt derzeit eine klare Vereinbarung zwischen den Verhandlungsführern über das weitere Vorgehen", sagte BVG-Personalvorstand Lothar Zweiniger.