USA

Obama würdigt Merkel mit Salut und Medaille

Großer Auftakt einer Dienstreise: Mit militärischen Ehren und 19 Salutschüssen ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag in Washington von US-Präsident Barack Obama empfangen worden.

Beide demonstrierten trotz der Libyen-Frage Einigkeit. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Weißen Haus verwies Obama auf die "zusätzliche Verantwortung", die Deutschland in Afghanistan übernommen habe, um anderen verbündeten Nationen "Ressourcen freizumachen für den Schutz des libyschen Volkes". Nach einem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi erwarte er "umfangreiche deutsche Unterstützung", fügte der US-Präsident hinzu.

Auch die Kanzlerin betonte, dass Deutschland durch das starke Engagement in Afghanistan einen "indirekten Beitrag" zur Nato-Mission in Libyen leiste. Merkel sagte zudem Unterstützung beim Aufbau staatlicher Institutionen in Libyen zu, etwa beim Aufbau der Polizei in Bengasi. Es sei eine "gemeinsame Aufgabe, mit Hilfe zur Selbsthilfe dort den Wandel möglich zu machen". Obama ergänzte: "Deutschland im Herzen Europas ist einer unserer stärksten Verbündeten, und Kanzlerin Merkel ist einer meiner engsten globalen Partner." Merkel sagte: "Wir Deutsche wissen, dass wir in Amerika einen wahren Freund haben." Es gebe keinen besseren Partner für Deutschland und Europa. Höhepunkt des Besuchs war ein Staatsbankett am Abend (Ortszeit), bei dem Obama der Kanzlerin als zweiter Deutscher nach Helmut Kohl die höchste zivile Auszeichnung der USA verleihen wollte: die Freiheitsmedaille.