Außenpolitik

Deutschland schließt Botschaft im Jemen wegen Unruhen

Tausende Menschen sind am Sonnabend vor den Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh aus der Hauptstadt Sanaa geflüchtet. Die deutsche Botschaft wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte alle Deutschen auf, das Land zu verlassen. Die Auseinandersetzungen hatten am Freitag mit einem Angriff auf den Präsidentenpalast einen neuen Höhepunkt erreicht. Dabei waren neben Saleh mehrere Regierungsvertreter verletzt worden. Sieben Menschen starben laut Berichten staatlicher Medien. Einige der Verletzten sollen zur Behandlung in das Nachbarland Saudi-Arabien gebracht worden sein. Unklar war, ob sich darunter auch Saleh befand. Das Land steht inzwischen am Rand eines Bürgerkriegs. Am Abend hieß es seitens der Regierung und der aufständischen Stämme, dass der saudi-arabische König Abdullah eine einwöchige Waffenruhe zwischen den Regierungstruppen und der Opposition vermittelt habe.