Medizin

EHEC-Keime: Erster Todesfall in Brandenburg

In Brandenburg ist erstmals ein mit dem gefährlichen Darmkeim EHEC infizierter Patient gestorben. Laut dem Gesundheitsministerium wurde der Mann am Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum behandelt.

Die Mediziner konnten allerdings noch nicht bestätigen, ob die Infektion auch die Todesursache war. Die Zahl der vom Robert-Koch-Institut (RKI) registrierten EHEC-Fälle ist deutschlandweit weiter gestiegen. Seit Anfang Mai wurden dem RKI 1213 Fälle übermittelt. 520 Patienten litten am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS), das zum Tod führen kann, wie das RKI am Freitag mitteilte. Am Mittwoch war von rund 1064 EHEC- und 470 HUS-Fällen die Rede gewesen. Mindestens 19 Menschen sind bereits gestorben, zwölf von ihnen litten an HUS, weitere sieben waren lediglich mit dem Bakterium infiziert. Fast drei Viertel der HUS-Patienten stammen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Unterdessen gibt es einem Bericht der "Lübecker Nachrichten" zufolge eine Spur, wonach sich Patienten in einem Lübecker Restaurant infiziert haben. "Die Lieferantenkette kann möglicherweise den entscheidenden Hinweis geben, wie der Erreger in Umlauf gekommen ist", zitierte das Blatt Werner Solbach, Mikrobiologe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Experten des RKI und des Bundesinstituts für Risikobewertung sollen die Gaststätte bereits untersucht haben.