Energieversorger

Vattenfall fordert Entschädigung für Atomausstieg

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist auf die Forderung der Bundesländer eingegangen, die noch laufenden neun Atomreaktoren stufenweise bis 2022 abzuschalten.

Jedem Meiler sei ein Enddatum zugeordnet, sagte sie nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten in Berlin. Die AKW würden nicht nur in den Jahren 2021 und 2022 vom Netz gehen. Eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat unterdessen ergeben, dass der beschleunigte Atomausstieg bei den deutschen AKW-Betreibern Vermögensschäden von bis zu 22 Milliarden Euro verursachen könnte. Vattenfall will für das erzwungene Aus seiner deutschen Meiler entschädigt werden. "Für uns könnte der deutsche Atomausstieg im Geschäftsjahr 2011 Hunderte Millionen Euro Verlust bedeuten", sagte Konzernchef Oystein Løseth der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos".