Arbeitsmarkt

Weniger als drei Millionen ohne Job

Der Aufschwung drückt die Zahl der Arbeitslosen wieder unter die Drei-Millionen-Grenze.

Im Mai registrierte die Bundesagentur für Arbeit (BA) 2,96 Millionen Arbeitslose. Dies waren 118 000 weniger als im April und 276 000 weniger als vor einem Jahr. Für den Rest des Jahres erwartet die BA eine weitere positive Entwicklung. "Rechnerisch bleiben wir jetzt unter drei Millionen", sagte Behörden-Chef Frank-Jürgen Weise in Nürnberg. Die Nachfrage nach Arbeitskräften schwäche sich leicht ab, liege aber noch auf hohem Niveau. "Der deutsche Arbeitsmarkt ist kerngesund", sagte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Allerdings müsse der Fachkräftemangel überwunden werden.

Die Zahl der Arbeitslosen sackte auf den tiefsten Mai-Wert seit 1992. Der monatliche Rückgang fiel jedoch etwas geringer aus als für einen Mai üblich. Grund sei, dass die Frühjahrsbelebung wegen der boomenden Konjunktur und des guten Wetters früher als sonst eingesetzt habe, sagte Weise. Rechnet man die jahreszeitlich üblichen Schwankungen heraus, ging die Erwerbslosenzahl um 8000 zurück. Experten hatten hier sogar einen Rückgang um rund 30 000 erwartet. Zuletzt lag die Arbeitslosenzahl im November unter der Drei-Millionen-Grenze. Die Arbeitslosenzahl in Berlin ging im Mai leicht zurück. In Berlin waren 234 661 Menschen erwerbslos gemeldet. Das waren 3594 weniger als im April.