Militär

Zivilisten bei Nato-Luftangriff in Afghanistan getötet

Bei einem Luftangriff der Nato sind laut afghanischen Behörden in der südlichen Provinz Helmand 14 Zivilisten getötet worden. Dabei soll es sich um zwölf Kinder und zwei Frauen handeln.

Bei einem weiteren Nato-Luftangriff sollen in der ostafghanischen Provinz Nuristan zudem "versehentlich" 18 Zivilisten und 20 Polizisten getötet worden sein. Der afghanische Präsident Hamid Karsai verurteilte die Aktionen als "schlimmen Irrtum" und "Mord". An die US-Streitkräfte richtete er zugleich "eine letzte Warnung", ihre "einseitigen und unsinnigen Operationen" zu unterlassen. "Die Angriffe verletzen menschliche und moralische Werte, aber wir werden anscheinend nicht gehört", beklagte Karsai. Zugleich kondolierte er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Tod zweier deutscher Soldaten, die am Vortag bei einem Anschlag ums Leben gekommen waren.