Gesundheit

EHEC: Aigner bleibt trotz Kritik bei Warnung vor Gemüse

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) gibt in Sachen EHEC-Infektionen keine Entwarnung. "Solange es den Experten in Deutschland und Spanien nicht gelungen ist, die Quelle des Erregers zweifelsfrei zu benennen, haben die allgemeinen Warnhinweise für Gemüse weiterhin Bestand", sagte Aigner der "Bild am Sonntag". S

ie bekräftigte, dass die Verbraucher in Deutschland zurzeit auf den Verzehr roher Gurken, Blattsalate und ungekochter Tomaten verzichten sollten. Zur Kritik von Bauernverbänden und Lebensmittelhändlern sagte Aigner, der Schutz der Verbraucher habe immer Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. "Deshalb war es richtig, dass die deutschen Fachbehörden frühzeitig gewarnt haben", sagte sie.

Unterdessen wurden auch in Mecklenburg-Vorpommern Gurken entdeckt, die mit dem gefährlichen Darmbakterium belastet sein könnten. Für eine Bestätigung seien weitere Untersuchungen notwendig, wie das Verbraucherschutzministerium am Sonntag in Schwerin mitteilte.

Tschechien nahm am Wochenende 120 spanische Bio-Gurken aus den Regalen. Nach Angaben der tschechischen Landwirtschafts- und Lebensmittelaufsicht gingen Gurken aus derselben Lieferung der spanischen Betriebe, die über deutsche Großhändler bezogen wurde, auch nach Österreich, Ungarn und Luxemburg. Auch Österreich startete eine Rückrufaktion. Betroffen seien neben Gurken auch Tomaten und Auberginen des spanischen Erzeugers Frunet, teilte die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit am Sonntag mit.