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Kriminalität: Zahl der Kindstötungen um 20 Prozent gestiegen

Kriminalität

Zahl der Kindstötungen um 20 Prozent gestiegen

Die Zahl der Kindstötungen in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr um 29 Fälle oder 20,4 Prozent erhöht. Insgesamt wurden 183 Mädchen und Jungen unter 14 Jahren getötet, im Jahr davor waren es noch 152, wie der Bund Deutscher Kriminalbeamter und die Deutsche Kinderhilfe am Freitag in Berlin auf Grundlage einer Auswertung der Kriminalstatistik 2010 mitteilten. Unter den getöteten 183 Kindern waren demnach 129, die noch keine sechs Jahre alt waren. Auch die Zahl der erfassten Fälle von körperlicher Misshandlung von Kindern stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent.

Frankfurt/Main

Linksextremisten mit Sprengsätzen festgenommen

Die Polizei in Frankfurt am Main hat zwei Linksextremisten vorübergehend festgenommen, bei denen Brandsätze gefunden wurden. Die 19- bis 22-Jährigen stünden in Verdacht, gewalttätige Aktionen zur Innenministerkonferenz am 22. Juni in der Stadt geplant zu haben, sagte ein Polizeisprecher. In der Wohnung der Verdächtigen habe die Polizei unter anderem manipulierte Feuerwerkskörper und brennbare Substanzen in Plastikflaschen gefunden, eine Art Molotowcocktail, teilte der Sprecher mit.

Israel

25 Deutsche bei Busunglück am Toten Meer verletzt

Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Reisebus mit deutschen Touristen und einem Auto sind am nördlichen Ufer des Toten Meers in Israel vier Palästinenser getötet worden. 25 Deutsche erlitten leichte Verletzungen. Laut Polizei sei dem Bus ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit auf der Gegenspur entgegengekommen, der palästinensische Fahrer habe plötzlich die Kontrolle verloren. Er sei in die vordere linke Hälfte des Busses gerast. Keiner der vier Palästinenser sei angeschnallt gewesen.

Türkei

Erdogan will Vielehe nicht legalisieren

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Legalisierung der im Islam erlaubten Vielehe deutlich abgelehnt. "Ich persönlich kann so einer Legalisierung nicht zustimmen", sagte Erdogan nach Medienberichten. Er reagierte damit auf die viel diskutierte Forderung einer Familienberaterin, die Vielehe freizugeben, weil Männer von Natur aus polygam seien. Begonnen hatte die Debatte im Zusammenhang mit Sexvideos, die einige verheiratete nationalistische Politiker mit ihren Geliebten zeigten.