Gesundheit

Zwei Berliner mit Verdacht auf EHEC-Keim in Klinik

Im Berliner Charité-Krankenhaus Benjamin Franklin sind zwei Patienten mit Verdacht auf EHEC-Infektion eingeliefert worden.

Die Fälle müssten nun im Detail rasch untersucht werden, sagte der Arzt Thomas Schneider. Seit Anfang des Jahres bis Mitte Mai seien in der Hauptstadt insgesamt 15 EHEC-Infektionen gemeldet worden, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit.

Die Behörden in Deutschland haben bereits mehr als 300 bestätigte Erkrankungen oder Verdachtsfälle registriert. Laut Robert-Koch-Institut wurde bei mindestens 40 Patienten ein schwerer Krankheitsverlauf festgestellt. Betroffen ist vor allem Norddeutschland. Das Durchfallbakterium breitet sich schnell aus und kann außergewöhnlich schwere Krankheitsfälle mit Nierenleiden hervorrufen. EHEC-Keime treten hierzulande immer wieder auf, führen aber meist nur zu leichteren Symptomen. Bundesweit wurden sei Einführung der Meldepflicht 2001 jährlich zwischen 800 und 1200 EHEC-Erkrankungen registriert.