Auszeichnung

Theodor-Wolff-Preis für Morgenpost-Autor

Für seine Reportage "Die Tänzer von Zehlendorf" hat der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger den Berliner-Morgenpost-Autor Jan Rübel mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis geehrt.

Der Text erschien am 21. Februar 2010 in der "Berliner Illustrirten Zeitung", der Sonntagsbeilage der Berliner Morgenpost. Er schildert am Beispiel eines Berliner Tanzcafés, wie alzheimerkranke Menschen ein erfülltes, lebenswertes Leben führen können.

Der Theodor-Wolff-Preis ist damit in den vergangenen vier Jahren dreimal an die Berliner Morgenpost vergeben worden. 2007 erhielt ihn Christoph Wöhrle mit der Reportage "Doktor Fastfood und Mister Dschihad" über zwei benachbarte Restaurants in Kreuzberg. Zwei Jahre später folgte Regina Köhler mit ihrer "Weihnachtsgeschichte von einem Kind, das in der Zehlendorfer Babyklappe lag". Die Preise werden am 6. September in Bonn überreicht. Sie wurden nach Theodor Wolff benannt, dem Chefredakteur des "Berliner Tageblatts", der 1933 vor den Nazis ins französische Exil fliehen musste und 1943 in Berlin starb.

Den Preis in der Kategorie Kommentar/Glosse/Essay erhält Mely Kiyak für ihren Beitrag "Liebe Sakineh Ashtiani!" ("Berliner Zeitung"). In der Sparte Lokales wird neben Jan Rübel Rena Lehmann für ihren Artikel "Ein Schnitzel und viele Verlierer" ("Rhein Zeitung", Koblenz) über die Probleme der Deutschen mit dem Islam ausgezeichnet. Uwe Ebbinghaus und Kirsten Küppers bekommen den Preis in der Kategorie Allgemeines. Ebbinghaus berichtet in "Der Zugnomade" ("Frankfurter Allgemeine Zeitung") von einem Mann, der in Zügen lebt. Küppers beschreibt in "Das wieder gewonnene Gesicht" ("taz", Berlin), wie ein entstelltes türkisches Folteropfer mithilfe zahlreicher Gesichtsoperationen ins Leben zurückkehrt. Die Preise sind mit je 6000 Euro dotiert.