Gesundheit

AOK entschuldigt sich bei City-BKK-Kunden

Der Vorstandsvorsitzende der AOK Berlin-Brandenburg, Frank Michalak, hat sich für die Probleme entschuldigt, die viele Mitglieder der insolventen City BKK haben, wenn sie in die AOK wechseln wollen.

Zurzeit werden alle Interessenten zur AOK-Geschäftsstelle in Berlin-Weißensee geschickt, wo sich lange Schlangen bildeten. Wegen des großen Andrangs von Kunden der insolventen City BKK hat die AOK Nordost ihre Öffnungszeiten in Berlin-Weißensee verlängert. Künftig sei das Servicecenter montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Auch die Zahl der AOK-Mitarbeiter sei dort bereits verdoppelt worden. Überdies können ab sofort in allen AOK-Servicecentern Anträge abgegeben werden. Die City BKK wird zum 1. Juli geschlossen. Die Kasse hatte ihre Insolvenz mit der ungünstigen Versichertenstruktur begründet. Es fehle ihr an jungen und gesunden Mitgliedern. Die zumeist älteren Kunden verursachten überdurchschnittliche Kosten. Die BKK hat rund 168 000 Mitglieder, die sich nun eine andere Kasse suchen müssen.

AOK-Chef Michalak wies darauf hin, dass für einen Wechsel der Kasse noch bis zum 14. Juli Zeit ist. Derzeit nehme die AOK täglich 500 Neumitglieder von der City BKK auf.