Gesundheit

Beiträge für Privatversicherte steigen deutlich

Privatversicherte müssen sich zum Jahreswechsel auf deutlich höhere Beitragssteigerungen einstellen als die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen. Nach einer exklusiven Berechnung der Analysefirma Morgen & Morgen für die Berliner Morgenpost steigen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) im Durchschnitt um sieben Prozent an.

Bei gesetzlichen Krankenkassen sind es nur vier Prozent. Grund ist, dass die Kosten bei den Privaten viel stärker steigen. Die PKV bekommt keine Steuerzuschüsse und kann den rund neun Millionen Kunden, die eine Krankenvollversicherung besitzen, von sich aus keine der vereinbarten Leistungen kürzen. Die errechnete durchschnittliche Beitragssteigerung bezieht sich zwar nur auf Verträge, die im Jahr 2011 neu abgeschlossen werden. Nach Angaben von Martin Zsohar, Geschäftsführer von Morgen & Morgen, ist die Steigerungsrate aber ein guter Indikator für die Beitragssteigerung bei bereits bestehenden Privatversicherungen. Die PKV müsse ihre Kosten endlich in den Griff bekommen.