Dominique Strauss-Kahn

Der IWF-Chef vor der Richterin

In schwarzem Anzug und Trenchcoat, mit einem von der Nacht gezeichneten Gesicht und bewacht von einem Polizisten wartet der Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, am Montag in einem New Yorker Kriminalgericht auf seinen Termin bei Haftrichterin Melissa Jackson.

Der 62-Jährige war am Wochenende unter dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung festgenommen worden. Inzwischen tauchen jedoch Zweifel an dem geschilderten Tathergang auf. Französische Medien wollen erfahren haben, dass Strauss-Kahn bereits um 12.28 Uhr seine Hotelrechnung bezahlte und sich mit seiner Tochter zu einem Essen traf. Allerdings legte die Polizei die Tatzeit von 13 Uhr auf 12 Uhr vor. Zu dem Zeitpunkt habe das Zimmermädchen die Suite betreten, wo sich Strauss-Kahn nackt auf sie gestürzt habe, so ihre Aussage. Richterin Jackson entschied, dass Strauss-Kahn wegen Fluchtgefahr in Haft bleiben müsse.