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FDP: Westerwelle gibt Fehler zu, Rösler neuer Chef

Guido Westerwelle hat mit einer teilweise emotionalen Rede den Vorsitz der FDP abgegeben. Er räumte Fehler ein, zog aber eine insgesamt positive Bilanz seiner zehn Jahre als FDP-Chef.

Dem neuen Vorsitzenden Philipp Rösler sicherte der Außenminister beim Parteitag in Rostock Unterstützung zu: "Ich werde meinem Nachfolger nicht ins Lenkrad greifen." Rösler erklärte die Diskussion um eine Ablösung Westerwelles als Außenminister für beendet: "Das eigentliche Geschenk, das wir dir schuldig sind, ist der Respekt vor deiner Leistung, deiner Person und deinem Amt als Außenminister." Rösler wurde von 95,1 Prozent der Delegierten gewählt.

Birgit Homburger, bisher Fraktionschefin, erhielt bei der Wahl zur stellvertretenden Parteivorsitzenden nur 66,1 Prozent. Viele der 651 Delegierten kritisierten den Zustand der Partei. Angriffe gegen Westerwelle, den viele für die Krise mit verantwortlich machen, blieben weitgehend aus. Die Delegierten dankten Westerwelle sieben Minuten lang mit Applaus. Er hatte Tränen in den Augen.