Terror

Bin Laden plante neue Anschläge auf die USA

Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden hat Erkenntnissen der USA zufolge neue Anschläge auf die Vereinigten Staaten geplant. Wie das Heimatschutzministerium mitteilte, hätte die Auswertung der Festplatten, die bei der Tötung Bin Ladens sichergestellt worden waren, ergeben, dass zum 10. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 Attentate auf Züge geplant waren.

Laut "New York Times" geht aus den Daten auch hervor, dass Bin Laden von seinem Anwesen aus jahrelang Anschläge von al-Qaida direkt mitorganisiert hatte - er also nicht nur eine Symbolfigur war, wie viele Beobachter behauptet hatten.

Unterdessen bestätigte das Terrornetzwerk erstmals den Tod seines Führers. Gleichzeitig kündigte al-Qaida Vergeltung an. In einer Erklärung, die am Freitag in mehreren islamistischen Internetforen auftauchte, wird Bin Laden als Märtyrer gefeiert und mit Attacken gegen die USA gedroht. An das pakistanische Volk ergeht der Aufruf, "sich zu erheben und zu revoltieren", wie die auf Terrorabwehr spezialisierte Internetseite SITE und US-Medien aus der Botschaft zitieren. "Du bist als Märtyrer gestorben", heißt es demnach in dem Text. Al-Qaida kündigt an, dass sie den "Heiligen Krieg" fortsetzen wird, "auf dem Pfad, den unsere Führer ohne Zögern gegangen sind", allen voran Bin Laden. Mit der Stellungnahme dürften die Zweifel am Tod des Terroristen beendet sein.

Die Angst vor Anschlägen wächst unterdessen: In Deutschland wurde am Freitag der mit 225 Passagieren voll besetzte ICE von Berlin nach Interlaken in Freiburg geräumt, weil zuvor im Bordrestaurant eine CD mit der Aufschrift "Allah wird uns alle töten" gefunden wurde.