Luftschlag

Libyen: Nato bombardiert auch Gaddafis Paläste

Der Krieg der Nato gegen Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi wird härter.

Bei einem Luftschlag der Allianz auf die Hauptstadt Tripolis soll einer der Söhne des Diktators, Saif al-Arab al-Gaddafi, getötet worden sein. Der libysche Regierungssprecher teilte im Staatsfernsehen mit, auch drei Enkelkinder Gaddafis seien ums Leben gekommen. Gaddafi selbst und seine Frau hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs ebenfalls in dem Haus aufgehalten. Beide seien aber unverletzt. Die Nato konnte die Todesnachricht nicht nachprüfen, sie bestätigte allerdings einen Angriff auf ein Kommando- und Kontrollgebäude in Tripolis. Offenbar aus Rache zündeten Gaddafi-Anhänger am Sonntag die leer stehenden Botschaftsgebäude von Großbritannien und Italien an. London wies daraufhin den libyschen Botschafter aus.

Die westliche Allianz folgt jetzt einer neuen Strategie und nimmt verstärkt Regierungspaläste, militärische Hauptquartiere und Kommunikationseinrichtungen ins Visier. So soll Gaddafis Regime direkt getroffen werden. "Wir greifen nur militärische Ziele an", heißt es allerdings seitens des Bündnisses. Der Kommandeur des Einsatzes, der kanadische General Charles Bouchard, ergänzte: "Wir zielen nicht auf Personen."