Polizei

Zwölfjähriger Junge in Berlin erschlagen - Vater unter Verdacht

In Reinickendorf ist ein zwölfjähriger Junge ersten Erkenntnissen zufolge Opfer eines Kapitalverbrechens geworden. Polizeibeamte fanden das Kind in der Nacht zu Mittwoch im Keller eines Wohnhauses an der Gotthardstraße.

Der Vater des Jungen steht unter dringendem Tatverdacht. Er ist seit der Entdeckung der Tat verschwunden, nach ihm wird gefahndet. Die Mutter des Jungen hatte ihn am Dienstag als vermisst gemeldet.

Die Eltern des Zwölfjährigen leben bereits seit mehreren Jahren getrennt. Der Vater wohnt seit etwa einem Jahr gemeinsam mit einem anderen Mann in dem Haus, in dem die Leiche des Kindes gefunden wurde. Dort stießen die Ermittler auf zahlreiche Blutspuren. Auch im Hausflur und auf der Etage, auf der der Vater des getöteten Jungen lebt, sollen Spuren entdeckt worden sein. Nachdem die Experten der Spurensicherung ihre Arbeit am späten Mittwochvormittag beendet hatten, wurden der Keller und die Wohnung des Vaters versiegelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Junge seinen Vater am Dienstag gemeinsam mit seiner achtjährigen Schwester besucht, dabei soll es zu einem heftigen Streit zwischen Vater und Sohn gekommen sein. Eine Sofortobduktion der Leiche ergab, dass der Junge offenbar erschlagen wurde. Ein Sexualdelikt schließen Staatsanwaltschaft und Polizei aus.