Wahlausgang

Finnland: Erfolg der EU-Kritiker gefährdet Portugal-Hilfe

Nach den kräftigen Zugewinnen der Euro-Skeptiker bei der Parlamentswahl in Finnland droht eine Blockade des EU-Rettungspakets für Portugal. Die Rechtspopulisten "Wahre Finnen" konnten am Sonntag ihren Stimmenanteil mehr als vervierfachen und sind damit drittstärkste Kraft.

Sollten sie an der Regierung beteiligt werden, könnten sie die Rettungspläne der Europäischen Union (EU) für hoch verschuldete Länder wie Portugal zu Fall bringen.

"Natürlich wird es Änderungen geben müssen", forderte Parteichef Timo Soini am Montag mit Blick auf das EU-Hilfspaket für Portugal. Für Finnland wolle er erreichen, dass das Land "weniger an Brüssel" zahle, sagte Soini. Der Plan für Portugal sei schlecht. Der Rettungsschirm für wirtschaftlich bedrängte EU-Staaten kann nur gespannt werden, wenn die EU-Mitglieder dies einstimmig mittragen.

Wahlsieger in Finnland ist die konservative Nationalpartei des scheidenden Finanzministers Jyrki Katainen, die mit 20,4 Prozent stärkste Kraft wurde.