Bundesregierung

Von der Leyen muss beim Bildungspaket nachbessern

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will auf Kritik an der Umsetzung des Bildungspakets reagieren. So haben erst rund zwei Prozent der Berechtigten in den größten deutschen Städten einen Antrag bei ihrem Jobcenter auf Leistungen aus dem Bildungspaket für Hartz-IV-Empfänger gestellt.

Von der Leyen kündigte an, dass die Frist für die rückwirkende Beantragung der Leistungen möglichst bis zum Sommer verlängert werden soll. Der Runde Tisch mit Vertretern der Länder und Kommunalverbände, der die Umsetzung in den Kommunalverwaltungen beschleunigen soll, wird am Donnerstag zusammenkommen.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bekräftigte die Forderung, die Antragspflicht bis Ende Juni auszuweiten.

Das Paket für rund 2,5 Millionen Kinder aus armen Familien war im Februar mit der Hartz-IV-Reform beschlossen worden und verspricht Zuschüsse für Schulmaterial, warme Mittagessen, Nachhilfe und Freizeitaktivitäten.