Beschäftigungspolitik

Parlament fordert Aufklärung über die BSR-Tagelöhner

Die Berliner Parlamentarier fordern wegen der umfangreichen Beschäftigung von Tagelöhnern bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) Auskunft von der Unternehmensspitze. Der Vorstand soll sich im kommenden Beteiligungsausschuss dazu erklären.

Auch bei der SPD sieht man den Einsatz von Tagesarbeitern in diesem Umfang kritisch. "Die Auswüchse dieser Praxis sind nicht in Ordnung", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Partei, Burgunde Grosse. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) kündigte an zu prüfen, die Zahl der Festangestellten zu erhöhen, damit die Zahl der Tagelöhner reduziert werden könne.

Die BSR war in die Kritik geraten, weil sie im Winter mehr als 1000 Mitarbeiter monatelang jeweils mit Tagesverträgen beschäftigt hatte. Wie die Berliner Morgenpost berichtet hatte, unterschrieben einzelne Mitarbeiter in den vergangenen Jahren Hunderte Arbeitsverträge und erhielten dafür jeweils 55 Euro täglich und in bar. Insgesamt setzte die Stadtreinigung im vergangenen Winter 1415 Tagesarbeiter ein, es waren zumeist Langzeitarbeitslose.