Tiere

Ostern gesichert, den Hasen geht's gut

Ganz genau weiß man es nur in Hessen. Aber Hochrechnungen sagen für ganz Deutschland gesicherte Ostern voraus. An fehlenden Hasen wird das Fest jedenfalls nicht scheitern - es hoppelt aller Orten.

Pünktlich vor Ostern liegen erste Ergebnisse der neuen Volkszählung für Hasen vor - Hessens Jäger haben ihre Strichlisten abgegeben. Die Bestände seien stabil, sagte der Naturschutzreferent des Landesjagdverbandes, Rolf Becker, in Bad Nauheim. In Berlin geht es den Hasen besonders in den Anlagen der Plattenbausiedlungen von Marzahn und Hellersdorf sehr gut. Sie vermehren sich dort besonders zahlreich, melden Tierschützer.

Selbst der schneereiche Winter im Dezember habe den Tieren nicht zugesetzt. In 100 Revieren zählen Jäger seit 20 Jahren im Herbst und im Frühjahr Hasen.

In den hasenreichen Gebieten hätten Spaziergänger an Ostern gute Chancen, einen Blick auf Feldhasen zu erhaschen. "Die haben ja jetzt Rammelzeit", sagte Becker. Darum zeigten sich die Hasen auch tagsüber fidel. In den meisten Revieren lebten im Schnitt 15 bis 20 Hasen auf 100 Hektar, in eher kargen Mittelgebirgen sinke die Zahl auf zehn. Wegen des Nachwuchses steige die Zahl der Hasen im Herbst noch etwas. Die Jäger zählen den Hasenbestand, indem sie in ausgewählten Revieren seit 20 Jahren einige Nächte auf immer gleichen Routen durch das Gebiet fahren. Dann werden Hasen im Kegel eines Handscheinwerfers gezählt, und ihre Zahl wird hochgerechnet. Die Methode wird in ganz Deutschland angewandt.

Wie viele Hasen in ganz Deutschland insgesamt umherhoppeln, kann trotzdem niemand sagen. Dies sei seriös nicht berechenbar.