Bekennerschreiben

"Autonome Gruppen" bekennen sich zu Anschlag auf Polizeiwache

Drei Tag nach dem Brandanschlag auf eine Polizeiwache in Friedrichshain haben sich "Autonome Gruppen" zu der Tat bekannt.

In einem am Mittwoch bekannt gewordenen Bekennerschreiben wird sowohl auf die im Februar erfolgte Räumung der Liebigstraße 14 als auch auf den bevorstehenden 1. Mai verwiesen. Bei dem Anschlag war eine bereits von Flammen eingeschlossene Reinigungskraft im letzten Moment von Polizisten gerettet worden. Die Ermittlungen hat wegen der Schwere der Tat inzwischen der Generalbundesanwalt übernommen.

Durch den in dem Bekennerschreiben erfolgten Hinweis auf den 1. Mai sehen sich Sicherheitsexperten in ihrer Befürchtung bestätigt, dass es an diesem Tag in Kreuzberg und Friedrichshain wieder zu Ausschreitungen kommen wird.

Auch Innensenator Ehrhart Körting (SPD) ging in einem Fernsehinterview davon aus, dass "einige Hundert" gewaltbereite Personen die Auseinandersetzung mit der Polizei suchen werden. Die Initiatoren der seit Jahren als besonders risikobehaftet eingestuften Hauptdemonstration am 1. Mai haben eine Demo-Route vom Kottbusser Tor in Kreuzberg zum Südstern in Neukölln angemeldet. Laut Körting kommen dann rund 5000 Polizisten zum Einsatz. Auch Beamte aus anderen Bundesländern sind dabei.