Naturkatastrophe

Neues schweres Erdbeben erschüttert Japan

Der Nordosten Japans ist am Donnerstag erneut von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert worden. Im nach dem verheerenden Beben Mitte März havarierten Atomkraftwerk Fukushima entstanden ersten Angaben zufolge keine weiteren Schäden.

Das Beben am späten Donnerstagabend (Ortszeit, 16. 30 Uhr MEZ) ereignete sich nach Angaben der Behörden in 25 Kilometer Tiefe vor der Küste der Präfektur Miyagi, etwa 65 Kilometer von der Stadt Sendai und 125 Kilometer von Fukushima entfernt. Die Stärke wurde zunächst mit 7,4 angegeben und von der US-Erdbebenwarte später auf 7,1 korrigiert.

In der Stadt Ichinoseki gerieten Gebäude ins Wanken, Gegenstände fielen aus den Regalen, und Möbel stürzten um. Wenig später fiel der Strom aus. Sogar in der mehr als 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio war das Beben zu spüren.

Der AKW-Betreiber Tepco teilte mit, die Arbeiter in dem schwer beschädigten Kraftwerk Fukushima hätten sich in Sicherheit gebracht. Der japanischen Atomaufsicht zufolge wurde dort niemand bei den Erdstößen verletzt. Die Reaktoren sind seit dem letzten schweren Beben noch immer nicht wieder unter Kontrolle. Die Atomaufsicht teilte unterdessen mit, das Kraftwerk Higashidori laufe mit Notstrom, weil die Elektrizitätszufuhr unterbrochen worden sei.

Die neuen Erdstöße in Japan sorgten auch an den internationalen Märkten für Unruhe. Der Ölpreis sank, weil eine weiter nachlassende Nachfrage aus Japan befürchtet wurde.