Bildungspolitik

Rot-Rot weist Lenzens Vorwürfe zurück

Vertreter der rot-roten Landesregierung haben die Kritik von FU-Präsident Dieter Lenzen an der Hochschulpolitik des Senats zurückgewiesen.

Wenn Lenzen jetzt der Stadt den Rücken kehre und zur Uni Hamburg wechseln wolle, werde man ihm keine Träne nachweinen, sagte der wissenschaftspolitische Sprecher der Linken, Wolfgang Albers. Die Kritik an Kürzungsplänen und Fehlkonstruktionen der Unis sei verkehrt, sagte SPD-Hochschulexperte Lars Oberg. Lenzen habe an der FU einiges bewegt, aber die demokratische Beteiligung eher verhindert. Auch Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD) wies die Vorwürfe zurück und warf Lenzen Egoismus zugunsten der FU vor. "Ich hätte mir gewünscht, er hätte häufiger den gesamten Wissenschaftsstandort im Auge gehabt", sagte Zöllner.

Dagegen forderte CDU-Landes- und Fraktionschef Frank Henkel den Senat auf, Lenzen zum Bleiben zu bewegen. Sein Weggang nach Hamburg wäre ein "herber Verlust" für die Stadt. Eine Universitätsmetropole wie Berlin bräuchte eine solche hervorragende Wissenschaftskraft wie Lenzen dringend, so Henkel.