ZDF

Beim Fußball in der ersten Fernsehreihe

Die Fußball-Champions-League wird öffentlich-rechtlich - und die Privaten schäumen: In einem millionenschweren Bieter-Duell hat sich das ZDF ab 2012 die Übertragung der Champions League gesichert. Der Mainzer Sender erhielt die Rechte bis 2015 und löst damit Sat.1 ab.

Kritik kam von den Privatsendern. "Wir sind überzeugt, dass die Ausstrahlung der Champions League im ZDF problematisch ist, und werden alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen", sagte Andreas Bartl, TV-Vorstand der ProSiebenSat.1-Gruppe. Nach derzeitiger Rechtslage darf der Mainzer Sender künftig 18 Partien pro Saison live zeigen.

Die Champions League gewinnt aus deutscher Sicht im kommenden Jahr an Attraktivität. Ab 2012 dürfen dort bis zu vier (statt bisher drei) Bundesliga-Vertreter starten. Das Zweite soll für die Free-TV-Rechte laut Fachmagazin "Sponsors" 54 Millionen Euro pro Jahr zahlen - Sat.1 habe lediglich 40 Millionen Euro geboten. Die Rechte für sämtliche Spiele hat sich der Bezahlsender Sky gesichert.

In der Branche kursieren indessen Spekulationen über eine Art Ringtausch. So wird vermutet, dass das ZDF künftig auf das quotenschwache Sportstudio am Samstagabend verzichten wird. Stattdessen soll Sat.1 eine Bundesliga-Show am späten Samstag planen. Im Internet wird über den Champions-League-Deal schon gewitzelt: "Wahrscheinlich zeigen sie das sowieso wieder nur auf Neo." In dem digitalen Spartensender hatte das ZDF u. a. die viel gerühmte Hollywood-Serie "Mad Men" versteckt ...