Konsequenzen

Senator Zöllner droht streikenden Lehrer

Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hat den Streik der Berliner Lehrer als unzulässig bezeichnet.

Berlin - Für die ausgefallene Arbeitszeit werde es kein Arbeitsentgelt geben, kündigte er finanzielle Konsequenzen an. Rund 6000 Pädagogen hatten um fünf Minuten vor 12 Uhr die Arbeit niedergelegt und an einem Protestmarsch Unter den Linden bis zum Alexanderplatz teilgenommen. Sie forderten eine Arbeitszeitentlastung für ältere Kollegen.

Zöllner reagierte mit Unverständnis. Der Berliner Senat habe die Arbeitsbedingungen für Lehrer bereits deutlich verbessert, sagte er. So sei es bundesweit einmalig, dass langzeiterkrankte Pädagogen durch Neueinstellungen ersetzt würden und es zusätzliche Mittel für den Ersatz von kurzfristig erkrankten Lehrern gebe. Schulen in sozialen Brennpunkten bekämen überdies mehr Stunden zugewiesen. Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), Rose-Marie Seggelke, bezeichnete die hohe Zahl der Streikteilnehmer als Indiz dafür, wie groß die Probleme an den Schulen seien. Sie kündigte weitere Aktionen an.