EU-Politik

EU-Spitzenposten gehen an eine Britin und einen Belgier

Der belgische Ministerpräsident Herman van Rompuy und die Britin Catherine Ashton sollen die neuen Spitzenpositionen in der Europäischen Union einnehmen. Darauf verständigte sich gestern Abend einhellig der EU-Sondergipfel.

Demnach wird der 62-jährige Van Rompuy EU-Ratspräsident, der in Zukunft die Gipfel leiten wird. Die bisherige EU-Handelskommissarin Asthon wurde von den 27 Staats- und Regierungschefs als "EU-Außenministerin" nominiert. Ihrer Benennung zur "Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik" muss das Europäische Parlament im Gegensatz zu der Personalie Van Rompuy noch zustimmen.

Anlass der Personalentscheidungen ist der EU-Reformvertrag von Lissabon, der zum 1. Dezember in Kraft treten soll. Dort wird die Einrichtung beider Ämter geregelt. Die EU-Ratspräsidentschaft ersetzt die alle sechs Monate rotierenden nationalen EU-Präsidentschaften.