Senat

Wasserbetriebe: Private haben noch kein Angebot vorgelegt

Über den möglichen Rückkauf der Anteile des RWE-Konzerns an den Berliner Wasserbetrieben durch das Land Berlin wird voraussichtlich nicht mehr vor der Berliner Wahl im September entschieden. Zwischen den Verhandlungspartnern seien noch zahlreiche komplizierte Fragen zu klären, hieß es aus Kreisen der beteiligten Unternehmen.

Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos), der für den Senat die Verhandlungen führt, beendete gegenüber dieser Zeitung Spekulationen, wonach RWE schon eine konkrete Summe für seinen 24,9-Prozent-Anteil am Berliner Wasserversorger gefordert habe. "Da liegt nichts vor", sagte Nußbaum.

Der Senat hatte angekündigt, die Anteile an den teilprivatisierten Wasserbetrieben zurückkaufen zu wollen. Das Land hatte vor zwölf Jahren knapp die Hälfte der Anteile an die beiden privaten Investoren RWE und Veolia verkauft. Veolia will die Anteile nach eigenen Angaben nicht verkaufen, sondern plant einen Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Land. Die Privatisierungsverträge sind umstritten, weil sie den Anteilseignern hohe Gewinne garantieren.