Besucherrekorde

Deutsche Oper überholt die Staatsoper

Die Deutsche Oper hat die Staatsoper in der Zuschauergunst überholt: Mit 229 000 verkauften Karten konnte das von Intendantin Kirsten Harms geleitete Haus die Staatsoper (178 000 abgesetzte Tickets) im vergangenen Jahr klar hinter sich lassen.

Und bei der Auslastung legte die Deutsche Oper eine rekordverdächtige Steigerung hin: von 65,6 auf 77,1 Prozent. Sorgenkind unter den drei Berliner Musiktheatern bleibt die Komische Oper, deren Auslastung bei 61,1 Prozent liegt. Der Kartenverkauf ging um rund 16 000 auf knapp 157 000 zurück.

Die Zahlen über die "finanzielle Entwicklung der landeseigenen Theater- und Orchesterbetriebe" hat die Senatskanzlei zusammengestellt. Der Jahresbericht, der am Montag im Kulturausschuss diskutiert werden soll, liegt der Berliner Morgenpost exklusiv vor.

Meistbesuchte Bühne in Berlin bleibt der Friedrichstadtpalast. Das Revuetheater verkaufte 448 000 Karten und konnte seine Auslastung von 75,2 auf 81,7 Prozent erhöhen. Auch die Berliner Philharmoniker sind weiterhin top: Sie steigerten den Ticketabsatz (255 000) ebenso wie die Auslastung, die aktuell bei 90 Prozent liegt. Im Bereich der staatlichen Sprechtheater konnte Claus Peymann seine Führungsposition mit dem Berliner Ensemble behaupten: 182 000 verkaufte Karten, 80,2 Prozent Auslastung. Davon kann die Volksbühne nur träumen: Dort sank die Auslastung auf 62,6 Prozent.