Obduktionsergebnis

Was Knuts Schädel verrät

Es ist - kriminologisch gesprochen - das Corpus Delicti, auf das Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz zeigt: ein Gipsmodell von Knuts Schädel.

Und es beweist: Knut ist nicht an einem Gendefekt gestorben, der Schädel sei für einen Eisbären "wunderbar geformt", so Heribert Hofer, Präsident des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Auch Stress oder eine Vergiftung schlossen die Forscher aus. Stattdessen habe Knut eine massive Gehirnentzündung gehabt. Die Virusinfektion habe "weite Teile des Gehirns und das Rückenmark" geschädigt, erläuterte die leitende IZW-Pathologin Claudia Szentiks. Dadurch sei am 19. März der Anfall ausgelöst worden, bei dem Knut ins Wasser seines Geheges fiel und ertrank.