Bundesverwaltungsgericht

Fluglärm: Bürger klagen gegen Großflughafen BBI

Mit einer neuen Klage beim Bundesverwaltungsgericht wollen drei Bürger aus Brandenburg die Pläne für den Hauptstadtflughafen BBI durchkreuzen. Unterstützt werden sie von Initiativen aus Zeuthen, Potsdam und Berlin-Lichtenrade.

Ziel sei es, den "rechtswidrigen Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des Verkehrsflughafens Berlin-Schönefeld von 2004 aufzuheben", sagte Markus Peichl, Sprecher des Bündnisses "Berlin Brandenburg gegen neue Flugrouten". Der Grund: Beim Planfeststellungsverfahren sei nicht nur von Geradeausstarts ausgegangen worden, sondern auch von einem Regionalflughafen.

Jetzt würden die Routen abknicken, und es sei ein Drehkreuz geplant. "Die Flugrouten sind nicht das eigentliche Problem", sagte Peichl. "Das Problem ist die Dimension des Flughafens." Mit einem Urteil kann laut Bundesverwaltungsgericht in diesem Jahr gerechnet werden. Würde der Klage stattgegeben, könnte der Flughafen nicht im Juni 2012 eröffnet werden. Die Kläger wären auch zufrieden, wenn das Gericht den abhängigen Betrieb der beiden Start- und Landebahnen anordnen würde. Damit wären Parallelstarts und abknickende Flugrouten vom Tisch. Überflogen würden dann die Städte und Gemeinden, die sich schon jahrelang damit abgefunden hatten.