CDU-Wahldebakel

Merkel sucht die neue Mitte

Wo ist sie geblieben, die bürgerliche Mitte? Eine Frage, die sich nach dem CDU-Wahldebakel von Baden-Württemberg auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stellen dürfte.

Sie sprach am Montag von einem "schmerzlichen Tag" und einem "tiefen Einschnitt". Immerhin: Während Stefan Mappus seinen CDU-Vorsitz in Baden-Württemberg niederlegte, scheint ihr Amt als Parteichefin noch sicher - die gesamte CDU bemühte sich, Merkel zu stärken. Ähnlich bei der FDP: Rainer Brüderle trat als FDP-Chef in Rheinland-Pfalz zurück, Guido Westerwelle bleibt. Vorerst. Denn in der Partei mehren sich Stimmen, die einen Wechsel fordern. Auch der stellvertretende Berliner FDP-Vorsitzende Alexander Pokorny forderte Westerwelle auf, beim Parteitag im Mai nicht erneut zu kandidieren. Doch die FDP-Führung will erst am 11. April darüber entscheiden.