Sozialpolitik

Sparmaßnahmen bedrohen Programme gegen Schulschwänzen

In Berlin drohen Einschnitte bei der Betreuung von notorischen Schulschwänzern und Jugendlichen mit Problemen beim Berufseinstieg.

Ursache sind die von der Bundesregierung beschlossenen massiven Kürzungen von Förderprogrammen, die bisher unter dem Motto "Jugend stärken" gelaufen sind. Unter anderem müssen elf Berliner Standorte des Schulschwänzer-Programms "Zweite Chance" und neun "Kompetenzagenturen" für Schulabgänger um ihren Bestand fürchten. Denn statt bundesweit 144 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für die vergangenen drei Jahre soll es von Mitte 2011 bis Ende 2013 nur noch 50 Millionen geben. Die Träger der Projekte sind derzeit dabei, sich für das geschrumpfte Förderprogramm zu bewerben. Noch sei nicht klar, ob Standorte komplett geschlossen oder jeweils personell ausgedünnt werden.