Gewalt

Brutaler Überfall im U-Bahnhof Kurfürstendamm

Im U-Bahnhof Kurfürstendamm ist ein 23-Jähriger von einer siebenköpfigen Gruppe attackiert und schwer verletzt worden.

Die Männer hatten ihr Opfer nach Angaben eines Polizeisprechers am frühen Sonnabendmorgen gegen 5.30 Uhr zunächst nach Zigaretten gefragt und dann brutal auf ihn eingeschlagen und getreten. Unter anderem wurde der junge Mann von einem Schlagstock an der Stirn getroffen. Ein anderer Angreifer versuchte zudem, ihn mit einem Messer zu attackieren. Dem Angegriffenen gelang es allerdings im letzten Moment, dem Täter die Waffe aus der Hand zu schlagen.

Nachdem die als südländisch beschriebenen Angreifer ihm Bargeld und Handy entwendet hatten, gelang dem Opfer die Flucht aus dem Bahnhof.

Auf der Straße hielt er ein Taxi an, das ihn ins Jüdische Krankenhaus im Wedding fuhr. Von dort wurde die Polizei alarmiert. Wegen massiver Kopfverletzungen des Überfall-Opfers veranlassten die Ärzte seine stationäre Einweisung und ordneten eine Untersuchung auf mögliche innere Verletzungen an.

Bei der Suche nach den inzwischen unerkannt entkommenen Angreifern setzt die Polizei jetzt vor allem auf die Aussage des Opfers und Bilder aus den Überwachungskameras des Bahnhofes.

Die Brutalität des Überfalls weckt Erinnerungen an den Angriff auf einen Handwerker aus Spandau, der am 11. Februar im Bahnhof Lichtenberg von vier Jugendlichen überfallen und ins Koma geprügelt wurde. Der 30-Jährige ist inzwischen wieder erwacht, seine Genesung macht nach Angaben von Angehörigen Fortschritte. Allerdings gibt es bei ihm nach wie vor Lähmungserscheinungen, seinen Ärzten zufolge sind noch zahlreiche Behandlungen erforderlich. Dauerhafte Folgeschäden können außerdem nicht ausgeschlossen werden.