Anschlag

Bombenterror erschüttert Jerusalem

Bei einem schweren Bombenanschlag ist in Jerusalem am Mittwoch eine 59 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, als der Sprengkörper in der Nähe des zentralen Busbahnhofs und eines Kongresszentrums explodierte.

Die Bombe war nach Polizeiangaben in einer Tasche versteckt, die der Attentäter an einer Haltestelle abgestellt hatte und detonierte in dem Augenblick, als zwei Busse dort vorfuhren. Die schwere Explosion erschütterte am Nachmittag weite Teile der Stadt Jerusalem, Fensterscheiben von Autos und Bussen barsten. Zunächst bekannte sich keine Gruppierung zu dem Anschlag.

Politiker in aller Welt verurteilten die Tat. Es gebe keine Rechtfertgigung für Terrorismus, sagte US-Präsident Barack Obama. Israel habe wie alle Nationen das Recht, sich selbst zu verteidigen. Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte: "Terror und Hass dürfen die Bemühungen um Frieden und Ausgleich in der Region nicht gefährden."

Die Verhältnisse zwischen Palästinensern und Israelis sind nach dem Gaza-Krieg vor zwei Jahren wieder sehr angespannt. Militante Palästinenser feuerten am Mittwoch erneut zwei Raketen sowie sieben Mörsergranaten auf Israel ab. Auch die israelische Luftwaffe griff wieder Ziele im Gazastreifen an. Am Dienstag waren dort bei israelischen Angriffen acht Palästinenser getötet worden, darunter vier unbeteiligte Zivilisten. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte an, man werde auf die Angriffe "aggressiv, verantwortlich und vernünftig" reagieren. Es werde eine "robuste Antwort" geben.