Arbeitsmarkt

30 000 Jobsuchende aus Osteuropa wollen nach Berlin

Mit der Öffnung des Arbeitsmarktes für die EU-Beitrittsstaaten aus Osteuropa am 1. Mai werden Zehntausende Jobsuchende nach Berlin kommen.

Nach einer Berechnung der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg werden in den nächsten vier Jahren etwa 34 000 Menschen die Arbeitnehmerfreizügigkeit nutzen. Für ganz Deutschland rechnet die Arbeitsagentur mit 100 000 bis 150 000 Menschen, die aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Tschechien kommen könnten. Neben dem Süden und Westen könnte wegen der Nähe vor allem auch Berlin betroffen sein. Die Berliner Wirtschaft sieht diese Prognose mit gemischten Gefühlen. Einerseits hofft man auf Arbeitskräfte für das Gastgewerbe, andererseits befürchtet man Konkurrenz und Lohndumping vor allem im Baubereich. Auch die IG Bau sieht die Entwicklung kritisch. Der Fachkräftemangel wird dadurch nicht behoben, wie aus einer Umfrage der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) hervorgeht, die noch nicht veröffentlicht wurde. 76,2 Prozent der befragten Firmen glauben, dass die Arbeitnehmerfreizügigkeit lediglich einen neutralen Effekt auf dem Arbeitsmarkt habe.