Atomreaktoren

Japans AKW-Betreiber soll bei Kontrollen geschlampt haben

Gegen den Betreiber des Katastrophen-AKW Fukushima 1 sind schwere Vorwürfe laut geworden.

Die Tokyo Electric Power Company (Tepco) soll vor dem verheerenden Erdbeben vom 11. März bei Kontrollen geschlampt haben. In dem Kraftwerk seien insgesamt 33 Geräte und Maschinen nicht ordnungsgemäß überprüft worden. Darunter befindet sich demnach auch ein Dieselgenerator zur Notstromversorgung. Tepco sagte, es hätten keine Sicherheitsrisiken bestanden. Die Lage in Fukushima 1 war durch den Ausfall der Notstromversorgung eskaliert. Die Behörde gab dem Betreiber bis Juni Zeit, um Verbesserungen einzuleiten. Als Grund für die Mängel bei der Überprüfung nannte Tepco unter anderem Versäumnisse der Verantwortlichen.

In dem havarierten Kraftwerk spitzte sich die Lage am Montag wieder zu. Über zwei Reaktorblöcken stiegen erneut Rauch und Dampf auf. Zuerst qualmte es über Block 3 von Fukushima 1, später auch über Block 2. Inzwischen tauchen immer mehr verstrahlte Lebensmittel auf.