Ermittlungen

Neuköllner Brandserie weitet sich aus: Vier Feuer in einer Nacht

Neukölln kommt nicht zur Ruhe: In der Nacht zu Sonntag wurden an vier Orten Brände gelegt, ein Mann musste mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen werden.

Lebensgefahr besteht nicht. Am Sonntagvormittag stand dann ein Abfallcontainer in Flammen.

Erneut hatten es die Täter auf Kinderwagen und Müllbehälter in Treppenhäusern abgesehen. Wieder mussten Feuerwehrmänner Mieter ins Freie führen, weil sie sonst durch den starken Qualm in Gefahr gewesen wären. In zwei Fällen halfen Anwohner bei den Löscharbeiten.

Laut Berlins Polizeisprecher Frank Millert gibt es bislang keine konkreten Hinweise auf das Vorgehen eines Serientäters. Innerhalb der Polizei gehen Ermittler davon aus, dass unterschiedliche Gelegenheitstäter am Werk waren, die "dumm genug" seien, trotz des Todes dreier Menschen am 12. März in der Sonnenallee in Neukölln Feuer zu legen, um offenbar die Polizei zu beschäftigen.

Inzwischen sind zu dieser Tat, die von einer 37 Mann starken Ermittlungsgruppe bearbeitet wird, unter denen sich auch Beamte zweier Mordkommissionen befinden, 22 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Eine heiße Spur hat sich daraus bislang nicht ergeben. Für Angaben, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, haben die Sicherheitsbehörden eine Belohnung von bis zu 25 000 Euro ausgesetzt.