Fernsehen

Millionen-Betrug beim Ki.Ka: MDR räumt Fehler ein

Nach dem Millionenbetrug beim ARD/ZDF-Kinderkanal Ki.Ka hat der federführende Mitteldeutsche Rundfunk personelle und inhaltliche Konsequenzen gezogen. Der Schaden habe sich auf 8,2 Millionen Euro erhöht, teilte MDR-Intendant Udo Reiter am Freitag nach einer Sondersitzung des Rundfunkrats mit.

Die kriminellen Scheingeschäfte seien acht Jahre lang - von 2002 bis 2010 - nicht aufgefallen. Fünf Firmen seien darin verwickelt gewesen, darunter auch eine aus Berlin. Reiter räumte Schwachstellen im Kontrollsystem und eine Mitverantwortung des MDR ein. Deshalb stellte Verwaltungsdirektor Holger Tanhäuser sein Amt zur Verfügung, ohne ein eigenes Verschulden anzuerkennen. Ki.Ka-Programmgeschäftsführer Steffen Kottkamp wurde wegen mangelnder Ausübung seiner Kontrollfunktion abgemahnt, Fernsehdirektor Wolfgang Vietze ermahnt. Gegen vier weitere Mitarbeiter gibt es Anhörungen wegen arbeitsrechtlicher Maßnahmen. Eine Angestellte soll fristlos entlassen werden.