Verkehr

Einigung über BBI-Flugrouten noch im März möglich

Im Streit über die Flugrouten vom künftigen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) könnte sich die Fluglärmkommission noch in diesem Monat auf einen Vorschlag verständigen.

Das sagte die Vorsitzende Kathrin Schneider am Montag in Schönefeld. Bei einer Sondersitzung am 28. März solle es allein um die Flugrouten gehen. "Dann wird es möglicherweise eine Prioritätensetzung geben." Anders als im Vorschlag der Deutschen Flugsicherung (DFS) vom September spricht nun vieles dafür, dass der Berliner Südwesten nicht oder kaum betroffen sein wird - auch wenn die DFS erneut klarstellte: "Es sind noch alle Alternativen an Bord."

Für die vier Abflugpunkte werden insgesamt 32 Alternativen geprüft. Der Berliner Flugsicherungsleiter Hans Niebergall machte sich am Montag dafür stark, dass Maschinen gleich nach dem Start von der Südbahn in Richtung Osten eine scharfe Kurve nach Süden fliegen, um Zeuthen zu entlasten. Für Starts Richtung Westen ist ein leichtes Abknicken nach Süden im Gespräch. Damit könnte von der Nordbahn so geflogen werden, dass Orte wie Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf und der Berliner Südwesten kaum betroffen wären. Nach internationalen Vorschriften müssen die Flugzeuge nach parallelen Starts von den beiden Pisten abknickende Routen einschlagen.